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Feuerraumkamera

Feuerraumkamera

Kontinuierliche Videoüberwachung von Flamme, Feuerraum und Prozess – entwickelt und gefertigt von SOBOTTA seit über 50 Jahren.

Eine Feuerraumkamera – auch Feuerraum-CCTV, Kesselkamera oder Ofenkamera genannt – liefert ein kontinuierliches Live-Bild aus dem Inneren von Kesseln, Drehrohröfen und Schmelzwannen. Dort, wo Temperaturen herrschen, denen keine herkömmliche Kamera standhält, macht sie Flamme, Brennvorgang und Materialfluss sichtbar. Die SOBOTTA GmbH aus Neunkirchen-Seelscheid plant, konstruiert, fertigt, installiert und wartet Feuerraumkamerasysteme seit über 50 Jahren – alles aus einer Hand.

Feuerraumkamera-Bild der Flamme im Drehrohrofen
Flammenbild aus dem Drehrohrofen
Feuerraumkamera-Bild aus einer Glasschmelzwanne
Blick in die Schmelzwanne
Thermografische Auswertung eines Feuerraumkamera-Bildes
Thermografie per Infrarotkamera

Was leistet eine Feuerraumkamera?

Die Feuerraumkamera ersetzt den Blick durch das Schauloch: Das Bild wird permanent an den Leitstand übertragen, sodass Bediener den Prozess jederzeit sicher beurteilen können.

  • Flammenüberwachung – visuelle Kontrolle der Zündflamme für einen sicheren Startvorgang und anschließend die Überwachung der Flamme auf Zentrierung im Drehrohrofen.
  • Kesselüberwachung – Beobachtung der Flamme während des Zündvorgangs und der Kohleglut auf dem Nachbrennrost.
  • Brennvorgang optimieren – visuelle Überwachung der Reststoffzufuhr in Müllverbrennungsanlagen.
  • Schmelzwannen beobachten – Kontrolle von Bubblern und Gemengefluss in der Glasindustrie.
  • Thermografie – Kontrolle der Temperaturverteilung im Brennkessel oder in der Schmelzwanne mit Infrarot-Technik.
  • Frühwarnung – schadhafte Ausmauerungen, fehlerhafte Prozesse oder sich anbahnende Verstopfungen frühzeitig erkennen und lokalisieren.

Das Ergebnis: eine sichere, energiesparende und kostenoptimierte Prozessführung – und eine umweltfreundlichere Steuerung Ihrer Anlage.

Aufbau einer Feuerraumkamera

Ein Feuerraumkamerasystem besteht aus mehreren aufeinander abgestimmten Komponenten. SOBOTTA fertigt sie in eigener Produktion und passt sie an Ihre Einbausituation an.

Feuerraumsonde

Feuerraumsonde

Gekühltes Sondengehäuse in verschiedenen Durchmessern und Werkstoffen, z. B. Edelstahl 1.4571 (V4A) oder Nickelbasis-Legierungen – wahlweise wasser- oder gas-/luftgekühlt. Für stark staubbelastete Feuerräume gibt es den patentierten M-Tubus mit Freispülmechanismus.

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Kamera für Feuerraumsonden

Kamera

Video-, Netzwerk- oder Infrarotkameras mit 1/2″- oder 1/3″-Bildaufnehmer – vom nahen Infrarot über den visuellen Bereich bis zum nahen UV-Bereich. Als unabhängiger Videoanbieter setzt SOBOTTA auf Wunsch Kameras beliebiger Hersteller ein.

Feuerraumobjektive

Feuerraumobjektiv

Axialer Ausblick mit Bildwinkeln von 70°, 94° oder 110° oder Schrägausblick (radial 45°, 70° oder 90° abgewinkelt) bis 110° Bilddiagonalwinkel – mit Filterträgergewinde, automatischer Blendenregelung und optionaler Blendenfernsteuerung.

Rüstsatz Kameraeinschub

Kameraeinschub & Thermoalarm

Kameraeinschub auf Teleskopgestänge mit Spülluftanschluss. Ein Thermoalarmkontakt (Öffner > +55 °C) oder ein PT100 schützt die Kamera vor Überhitzung.

Kamera-System-Kabel

Kamera-System-Kabel

12 × flex 0,25 mm² mit 75-Ohm-Videoleiter, doppelt abgeschirmt, 16-poliger schwerer Steckverbinder, im SILTEMP-Feuerfest-Schutzschlauch hitzebeständig bis 230 °C. Für Netzwerk- und IR-Kameras mit integriertem CAT-8-Kabel.

Steuer- und Versorgungsschrank

Steuer- und Versorgungsschrank

Überwacht Kühlmedien, Druck- und Spülluft und meldet Störungen als Sammel- oder Einzelalarm potentialfrei an den Leitstand.

Sicromalrohr und Verschlusskasten

Sicromalrohr & Verschlusskasten

Ein Sicromalrohr aus 1.4841 wird in die Feuerraumwand eingebracht; der Federklappenverschlusskasten verschließt die Öffnung automatisch, sobald die Sonde herausgenommen ist.

Einbauvarianten: Verfahrvorrichtung oder Festeinbau

Feuerraumkameras werden entweder mit einer automatischen Verfahrvorrichtung oder im Festeinbau montiert. Welche Variante passt, hängt von Prozess, Platzangebot und Budget ab.

Mit Verfahrvorrichtung

Automatischer Rückzug der Sonde aus dem Heißbereich im Alarmfall – für maximale Sicherheit und Lebensdauer.

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Festeinbau

Kompakt und günstig – ideal bei wenig Platz und für Prozesse mit absoluter Dichtigkeit der Beobachtungsöffnung.

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KriteriumMit VerfahrvorrichtungFesteinbau
Verhalten im AlarmfallSonde wird automatisch aus dem Heißbereich ausgefahren – inklusive Notrückzug bei Druckluftausfall über einen DruckbehälterSonde muss unverzüglich manuell entnommen werden
PlatzbedarfHub individuell von 400 bis 1200 mm, größerer Hub auf AnfrageGeringe Abmaße, Einsatz auf engstem Raum
DichtigkeitDichtflansch dichtet bei eingefahrener Sonde abFür Prozesse mit absoluter Dichtigkeit der Beobachtungsöffnung
Antrieb & EinbaulagePneumatisch, kolbenstangenloser Bandzylinder; Einbaulage beliebig, sogar vertikalMontageflansch mit Klemmschelle, Eintauchtiefe in Grenzen frei wählbar
BedienungFernsteuerung vom Leitstand aus möglichÜberwachung der Medien mit optischem oder akustischem Alarm
KostenHöhere Investition, maximale Sicherheit und LebensdauerVergleichsweise günstig in der Anschaffung

Kühlung und Zubehör

Wasser/Wasser-Kühler

Wasser/Wasser-Kühler

Geschlossener Sekundärkreislauf mit aufbereitetem Wasser und Korrosionsschutzmittel – schützt die Sonde vor Verkalkung und Verschmutzung, auch bei hartem oder verschmutztem bauseitigem Wasser und bei Umgebungstemperaturen über 45 °C.

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Elektrische Drehvorrichtung

Drehvorrichtungen DV-E & DV-S

DV-E mit optionalem Stellungsmelder für exakte Kamerapositionen und Bremse ohne Nachlauf, steuerbar vom Leitstand. DV-S mit verstärkter Lagerung für Feuerraumsonden ab 1300 mm Länge.

Wassergekühlte Verfahrvorrichtung im Einsatz

Wassergekühlte Verfahrvorrichtung

Für den Dauereinsatz bei extremen Umgebungstemperaturen, z. B. an der Schmelzwanne in der Glasindustrie.

Einsatzbereiche der Feuerraumkamera

Zementindustrie

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Kraftwerke

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Glasindustrie

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Reststoffverbrennung

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Stahlindustrie

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Biomasse Energie

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Warum eine Feuerraumkamera von SOBOTTA?

  • Über 50 Jahre Erfahrung in der Entwicklung von Feuerraum-CCTV und automatischen Verfahrvorrichtungen für den Hochtemperaturbereich.
  • Eigene Fertigung – ideale Voraussetzungen für individuelle Lösungen und flexible Anpassung an Ihre Anlage.
  • Unabhängig bei der Kameratechnik: Netzwerk-, Analog- oder IR-Kameras, auf Wunsch jeglicher Hersteller.
  • Betreuung von der Planung über die Inbetriebnahme bis zur Wartung durch erfahrene Konstrukteure und Servicetechniker.
TÜV Nord - SCCTÜV Nord - DIN EN ISO 9001

Zertifizierte Qualität

Zertifiziert nach DIN EN ISO 9001 und SCC durch den TÜV Nord – Feuerraumkameras von SOBOTTA sind weltweit im Einsatz.

Häufige Fragen zur Feuerraumkamera

Wie hält eine Feuerraumkamera die hohen Temperaturen aus?

Die Kamera sitzt in einer gekühlten Feuerraumsonde – je nach Ausführung wasser-, gas- oder luftgekühlt. Spülluft hält die Optik frei, ein Thermoalarm überwacht die Temperatur, und bei Systemen mit Verfahrvorrichtung wird die Sonde im Alarmfall automatisch aus dem Heißbereich gefahren.

Welche Bildwinkel sind möglich?

Axiale Objektive gibt es mit 70°, 94° und 110°, Objektive für Schrägausblick radial 45°, 70° oder 90° abgewinkelt bis 110° Bilddiagonalwinkel. Andere Bildwinkel sind auf Anfrage erhältlich.

Was passiert bei Ausfall der Kühlung oder der Druckluft?

Der Steuer- und Versorgungsschrank überwacht alle Medien und meldet Störungen an den Leitstand. Mit Verfahrvorrichtung sorgt ein Druckbehälter für den automatischen Notrückzug der Sonde – auch bei Druckluftausfall.

Können Kameras anderer Hersteller eingesetzt werden?

Ja. SOBOTTA ist ein unabhängiger Videoanbieter und kann auf Wunsch Kameras jeglicher Hersteller integrieren – als Netzwerk-, Analog- oder Infrarotkamera.

Ist auch eine Temperaturmessung möglich?

Mit Infrarotkameras lässt sich die Temperaturverteilung thermografisch darstellen, etwa im Brennkessel einer Müllverbrennungsanlage oder in der Schmelzwanne.